Fachwerk

20. Mai 2009

Beim Bummel durch eine Altstadt sorgen sie für das einzigartig charmante Flair: Fachwerkhäuser. Sie schaffen eine gemütliche, heimelige Atmosphäre, beschwören Bilder aus vergangenen Zeiten herauf und laden dazu ein, sich auszumalen, was sich genau an diesem Ort wohl vor Hunderten vor Jahren abgespielt haben mag.

Fachwerkhäuser haben eine lange Tradition. Schon in der Antike lösten sie in Europa die frühgeschichtlichen Pfostenbauten ab, und seit dem 15. Jahrhundert werden sie fast genauso gebaut, wie wir sie heute kennen. Verändert hat sich seitdem nur die künstlerische Ausgestaltung. Dienten die Balken und Streben zunächst nur der Konstruktion, wurden später – besonders in Süddeutschland – die einzelnen Wandgefache mit aufwändig geschnitzten Querstreben ausgefüllt.

Im 18. und 19. Jahrhundert kam das Fachwerk aus der Mode. Das lag zum einen an der Brandgefahr, weshalb viele Fachwerkhäuser verputzt werden mussten. Zum anderen kam dazu, dass der bäuerliche Stil als ärmlich galt und eher gemieden wurde. Diese Mode hielt sich bis ins 20. Jahrhundert, doch inzwischen sind Fachwerkhäuser wieder en vogue. Viele der alten, oft denkmalgeschützten Bauten werden inzwischen saniert, verputztes Fachwerk wird wieder freigelegt und sogar der Fachwerkneubau liegt wieder im Trend. Eine moderne Form der Fachwerkbauweise kommt häufig bei Fertigbauten zum Einsatz.

Bei der Sanierung von Fachwerkhäusern müssen viele Punkte berücksichtigt werden. Zusätzlich zu den allgemeinen Altbausanierungs-Themen wie Wärmedämmung und Heizung spielt bei dieser Bauweise die Bekämpfung von Holzschädlingen eine besondere Rolle. Hier muss in der Regel auch der versierteste Hobby-Sanierer einen Fachmann wie Fachwerksanierung Oberursel zu Rate ziehen. Auch in Sachen Denkmalschutz ist bei der Sanierung von Fachwerkhäusern einiges zu beachten – denn heute gelten diese keineswegs mehr als ärmlich, sondern als unbedingt erhaltenswert.